Energie-Glossar · N
Netzbetreiber
Ein Netzbetreiber betreibt, unterhält und entwickelt ein Strom- oder Gasnetz. Er ist für die technische Netzinfrastruktur zuständig und vom Energielieferanten sowie vom Messstellenbetreiber zu unterscheiden. Der örtliche Netzbetreiber kann bei einem normalen Lieferantenwechsel nicht mitgewechselt werden.
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Aufgaben des örtlichen Netzbetreibers
- Anschließen
- Netz betreiben
- Störungen beheben
Die wichtigsten Informationen zu Netzbetreiber
- Netzbetrieb und Energielieferung sind unterschiedliche Aufgaben.
- Netzentgelte finanzieren den regulierten Netzbetrieb.
- Der örtliche Netzbetreiber ist durch den Anschluss an sein Netz bestimmt.
- Für Zählerfragen ist der jeweilige Messstellenbetreiber zuständig.
Welche Aufgaben liegen beim Netzbetreiber?
Zum Netzbetrieb gehören Anschluss, Betrieb, Instandhaltung und bedarfsgerechter Ausbau. Netzstörungen werden durch den zuständigen Netzbetreiber bearbeitet. Im Stromsystem übernehmen Übertragungsnetzbetreiber und Verteilnetzbetreiber unterschiedliche Ebenen und Verantwortlichkeiten. Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber tragen zentrale Aufgaben für die Systemstabilität; Verteilernetze erschließen die meisten örtlichen Verbraucher und viele Erzeugungsanlagen.
Wie unterscheidet sich das vom Lieferanten?
Der Lieferant verkauft Energie auf Grundlage des Liefervertrags. Ein Wechsel dieses Vertragspartners verändert die örtlichen Leitungen und den zuständigen Netzbetreiber nicht. Messstellenbetrieb ist wiederum eine eigene Rolle. Dass mehrere Rollen zur gleichen Unternehmensgruppe gehören, macht ihre Aufgaben nicht identisch.
Die gesetzlichen Entflechtungsregeln sollen einen diskriminierungsfreien Markt ermöglichen. Nicht jeder kleine Verteilernetzbetreiber muss dafür in einer eigenen Gesellschaft organisiert sein: § 7 EnWG enthält eine Ausnahme von der rechtlichen Entflechtung bei weniger als 100.000 unmittelbar oder mittelbar angeschlossenen Kunden. Andere einschlägige Pflichten bleiben gesondert zu beachten.
Wer hilft bei welchem Anliegen?
Bei Anschlussplanung, höherem Leistungsbedarf oder einer Netzstörung ist der Netzbetreiber der zentrale Ansprechpartner. Tarif, Vertragslaufzeit und Lieferabrechnung betreffen den Lieferanten. Zählereinbau, Zählerbetrieb und Messdaten gehören zum Messstellenbetreiber. Bei einem Fehler in der Hausinstallation ist zusätzlich ein Elektrofachbetrieb erforderlich.
Die Energierechnung nennt den Netzbetreiber oder weist ihn mit einem Code aus. Dieser Code lässt sich über die entsprechenden Verzeichnisse zuordnen. Ein ähnlicher Unternehmensname genügt nicht, um Netz, Vertrieb und Messstellenbetrieb sicher auseinanderzuhalten.
Quellen & Verweise
- Bundesnetzagentur — Netzbetreiber (Energie). bundesnetzagentur.de · Abruf
- Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz — EnWG § 7: Rechtliche Entflechtung. gesetze-im-internet.de · Abruf
- Bundesnetzagentur — Systemstabilität. bundesnetzagentur.de · Abruf
Häufige Fragen zu Netzbetreiber
Kann ich den Netzbetreiber frei wählen?
Bei einem gewöhnlichen bestehenden Anschluss nicht wie den Lieferanten. Der Anschluss an das jeweilige Netz bestimmt den zuständigen Netzbetreiber.
Sind Netzbetreiber und Messstellenbetreiber dasselbe?
Es können verbundene oder identische Unternehmen sein, die Aufgaben sind jedoch unterschiedlich. Der konkrete Messstellenvertrag ist maßgeblich.
Wen kontaktiere ich bei einem Stromausfall?
Bei einer Netzstörung den Entstördienst des Netzbetreibers. Betrifft das Problem nur die eigene Installation, kann ein Elektrofachbetrieb der richtige Ansprechpartner sein.
