Energie-Glossar · B
Blindleistung
Blindleistung ist ein Leistungsanteil in Wechselstromsystemen, der mit dem periodischen Auf- und Abbau elektrischer und magnetischer Felder zusammenhängt. Sie wird nicht als Wirkarbeit verbraucht, beeinflusst aber die Netzspannung und die Beanspruchung von Betriebsmitteln.
Belegt durch:bundesnetzagentur.de 1
Wirk- und Blindleistung unterscheiden
Die wichtigsten Informationen zu Blindleistung
- Blindleistung wird unter anderem zur Spannungshaltung eingesetzt.
- Induktive und kapazitive Beiträge unterscheiden.
- Abrechnung und technische Anforderungen sind anschlussspezifisch.
- Eine Kompensation muss zum gemessenen Anlagenverhalten passen.
Warum ist sie wichtig?
Blindleistung ist nicht einfach nutzlose Energie. Netzbetreiber setzen sie gezielt ein, um die Spannung im zulässigen Bereich zu halten. Gleichzeitig müssen Leitungen und Transformatoren für die auftretenden Ströme ausgelegt sein.
Was bedeutet sie auf der Rechnung?
Prüfen Sie beim Auftreten von Blindarbeitspositionen das geltende Preisblatt und den Vertrag. Eine allgemeingültige cosφ-Grenze lässt sich daraus nicht ableiten. Für eine Investitionsentscheidung sind tatsächliche Kosten, Messdaten und technische Anforderungen maßgeblich.
Wie wird eine Lösung geplant?
Eine Netzanalyse sollte induktive und kapazitive Anteile sowie Oberschwingungen erfassen. Erst daraus lässt sich die geeignete Kompensation bestimmen. Ein pauschal eingesetzter Kondensator ist keine universelle Lösung.
Quellen & Verweise
- Bundesnetzagentur — Spannungshaltung in Netzen. bundesnetzagentur.de · Abruf
Häufige Fragen zu Blindleistung
Ist Blindleistung immer unerwünscht?
Nein. Für die Spannungshaltung ist sie eine wichtige Systemdienstleistung.
Rechnet sich Kompensation immer?
Nein. Das hängt vom Anlagenzustand, den vertraglichen Kosten und der passenden Technik ab.
