Energieverbrauch im Betrieb verstehen
Lastgang selbst auswerten: Vom CSV zur ersten Maßnahme
Verantwortlicher Fachprüfer: Jona Langenwalder · Quellenabgleich mit KI-Unterstützung am
Prüfen Sie zuerst Einheit, Zeitstempel und Datenlücken eines Lastgangs. Summieren Sie anschließend Energie und bilden Sie Tages- sowie Wochenprofile. Markieren Sie Auffälligkeiten mit Betriebsereignissen und bestätigen Sie vermutete Ursachen durch Kontrollmessungen. Ein Lastgang zeigt wann Energie gebraucht wurde; er identifiziert allein noch keine Maschine.
Belegt durch:gesetze-im-internet.de 1
Vier Viertelstunden
- kW und Intervall-kWh werden mit dem zutreffenden Zeitraster umgerechnet.
- Lücken, Ersatzwerte und Zeitumstellung vor der Analyse prüfen.
- Auffällige Zeiten brauchen eine betriebliche Ursachenprüfung.
Inhalt
Wie prüfen Sie die CSV vor einer Auswertung?
Für eine belastbare Energieanalyse sind belegbare Betriebsdaten und Lastprofile nötig. Die folgende eigene Anleitung ist eine erste betriebliche Auswertung und kein vollständiges Energieaudit.[1]
Legen Sie eine unveränderte Rohdatei ab. Erfassen Sie Quelle, MaLo, Zeitzone, Messintervall, Einheit und Exportdatum. Sortieren Sie Zeitstempel, suchen Sie Dubletten, fehlende Intervalle und als Ersatzwert gekennzeichnete Daten. Die Zeitumstellung verursacht lokale doppelte oder fehlende Uhrzeiten; ordnen Sie sie mit UTC-Offset zu. Fehlende Werte niemals still als 0 auffüllen.
Wie rechnen Sie Leistung und Energie richtig?
Bei mittlerer Leistung in kW: Energie = kW×Intervallstunden. Viertelstunde mit 40 kW ergibt 10 kWh. Bei Intervallenergie in kWh: Leistung = kWh÷0,25 h. Summe der Intervallenergien mit Abrechnungsmenge vergleichen; unterschiedliche Zeiträume, Multiplikatoren und Ersatzwerte zuerst klären.
Eigene Vier-Intervall-Probe: 10, 12, 8, 10 kWh ergeben 40 kWh in einer Stunde. Mittlere Leistungen 40, 48, 32, 40 kW; Stundenmittel 40 kW, Maximum der Viertelstunden 48 kW. Der Mittelwert der kWh ist keine Jahresmenge.
Wie entsteht eine Wochen-Heatmap?
Hilfsspalten Datum, Wochentag und Uhrzeit bilden. Pivot-Tabelle: Zeilen Montag bis Sonntag, Spalten Intervallzeit, Wert durchschnittliche Leistung. Fehlende Daten gesondert färben. Betriebstage, Feiertage und Stillstandswoche zusätzlich filtern, damit ein Feiertag den Wochenmittelwert nicht verfälscht.
Markieren Sie drei konkrete Befunde: hohe Nachtgrundlast, gleichzeitiger Anlauf und unerwarteter Wochenendverbrauch. Erstellen Sie pro Befund Zeitraum, gemessene kWh/kW, mögliche Ursache, Kontrollmessung, Verantwortlichen und Termin. Erst nach Bestätigung folgt eine Maßnahme.
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Beispiel-CSV mit nachvollziehbarer Auswertung
Die lokale Auswertung unten verarbeitet ISO-Intervallbeginne mit UTC-Offset und ein einheitliches Raster von 15, 30 oder 60 Minuten. Die Wochen-Heatmap verdichtet vorhandene Intervalle auf sieben Wochentage und 24 Stunden; Fehlwerte bleiben sichtbar. Fehlende Randzeiträume kann das Tool ohne erwarteten Gesamtzeitraum nicht erkennen. Die Tagesgrafik zeigt die ersten 31 Tage, Kennzahlen betreffen den ganzen Import. Betriebszeiten filtern Sie vorab manuell. Einspeisung gehört in eine separate Auswertung; Bezugsmengen müssen nichtnegativ sein.
Die CSV ist eine ausfüllbare Vorlage mit festen Beispielwerten beziehungsweise leeren Eingabefeldern. Sie enthält keine automatischen Formeln. Geänderte Zahlen rechnen Sie nach den im Text beschriebenen Formeln neu; leere Felder sind offene Angaben.
Wann unterstützt ENVA?
Was bedeuten Grundlast, Mittellast und Spitzenlast in Ihrer Auswertung?
Grundlast bezeichnet hier den im betrachteten Betriebszeitraum dauerhaft verbleibenden Leistungsbedarf. Mittellast und Spitzenlast beschreiben darüberliegende zeitliche Lastniveaus; die Begriffe sind keine automatische Tarifklasse. Bestimmen Sie ruhige vergleichbare Zeitfenster und ihr mittleres Leistungsniveau, statt den einzelnen kleinsten Messwert als sichere Grundlast zu behaupten. Ein allgemein normaler Grundlastwert existiert ohne Gebäude, Anlagen, Betriebszeit und notwendige Dauerläufer nicht. Spitzen berechnen Sie als höchstes zutreffendes Intervall nach Umrechnung der Einheit; für Kosten muss dieses mit der Abrechnungslogik übereinstimmen.
Lastgang lokal auswerten
Wählen Sie eine Lastgang-CSV aus. Die Datei wird ausschließlich in Ihrem Browser gelesen und ausgewertet – sie wird nicht hochgeladen, übertragen oder gespeichert.
Erwartetes CSV-Format
- UTF-8 (mit oder ohne BOM), Semikolon als Trenner, erste Zeile ist die Kopfzeile.
- Spalte
Intervallbeginn: ISO 8601 mit UTC-Offset, z. B.2026-10-05T08:00:00+02:00. - Spalte
Wert: Dezimalkomma oder -punkt; leeres Feld = Fehlwert; negative Werte werden abgelehnt. - Spalte
Einheit(optional):kWhje Intervall oderkWmittlere Leistung – oder unten wählen. - Einheitliches Raster von 15, 30 oder 60 Minuten; Reihenfolge beliebig, Dubletten werden abgelehnt.
Intervallbeginn;Wert;Einheit
2026-10-05T08:00:00+02:00;10;kWh
2026-10-05T08:15:00+02:00;12;kWh
2026-10-05T08:30:00+02:00;8;kWh
2026-10-05T08:45:00+02:00;10;kWhBeispiel-CSV herunterladen(vier Viertelstunden, 40 kWh, Spitze 48 kW)
Noch keine Datei ausgewertet.
Die Wochen-Heatmap verdichtet vorhandene Intervalle auf sieben Wochentage und 24 Stunden in der Ortszeit des jeweiligen UTC-Offsets; Fehlwerte bleiben sichtbar. Fehlende Randzeiträume kann das Tool ohne erwarteten Gesamtzeitraum nicht erkennen. Die Tagesgrafik zeigt die ersten 31 Tage, Kennzahlen betreffen den ganzen Import. Betriebszeiten und Feiertage filtern Sie vorab manuell.
Quellen & Verweise
- Bundesministerium der Justiz — EDL-G §8a: Anforderungen an Energieaudits. gesetze-im-internet.de · Abruf
Häufige Fragen zu diesem Thema
Wie erkenne ich die richtige Einheit?
Exportbeschreibung und Rechnung prüfen; kW ist Leistung, kWh Energie. Bei Unsicherheit vor der Summierung beim Datengeber nachfragen.
Wie gehe ich mit Datenlücken um?
Lücken markieren, Vollständigkeit ausweisen und Ersatzdaten dokumentiert anfordern; keine stillen Nullwerte.
