Energie-Glossar · B

Biogaseinspeisevertrag

Stand: Lesezeit ca. 2 Min.Verantwortlicher Fachprüfer: Jona LangenwalderQuellenabgleich mit KI-Unterstützung

Definition

Ein Biogaseinspeisevertrag vereinbart die Bedingungen, unter denen aufbereitetes Biogas in das Gasnetz eingespeist wird. Technische Qualität, nutzbare Kapazität und Verantwortlichkeiten müssen mit Netzanschluss und Netzzugang zusammenpassen.

Belegt durch:bundesnetzagentur.de 1

Biomethan: drei Vertragsbereiche

Technischer NetzanschlussAnschluss
Netzzugang und BilanzierungTransport
Abnahme und VergütungVerkauf
Netzanschluss, Netznutzung und Verkauf sind keine austauschbaren Vereinbarungen.[1]

Die wichtigsten Informationen zu Biogaseinspeisevertrag

  • GasNZV ist seit Ende 2025 außer Kraft.
  • Anschlussregeln gelten unter den Voraussetzungen von § 118 Absatz 4 EnWG übergangsweise weiter.
  • Entscheidend ist dabei die fristgerechte Vorschusszahlung bis Ende 2026.
  • Zugang und mögliche Kapazitätsbeschränkungen richten sich auch nach ZuBio und EU-Recht.

Welche Kostenregeln gelten?

Im anwendbaren Übergangsregime werden Anschlusskosten grundsätzlich zu 25 Prozent vom Anschlussnehmer und zu 75 Prozent vom Netzbetreiber getragen. Für Anschlussleitungen bis einen Kilometer gilt grundsätzlich der Kostendeckel von 250.000 Euro für den Anschlussnehmer. Die Voraussetzungen müssen für das konkrete Begehren geprüft werden.

Was gehört in die Projektprüfung?

Vor Bindung an Abnahmeverträge sollten verbindliche Einspeisekapazität, mögliche Beschränkungen, Gasqualität, Messung und Termine geklärt sein. Eine physisch verfügbare Anschlussanlage garantiert nicht uneingeschränkt nutzbare Einspeisekapazität.

Quellen & Verweise

  1. Bundesnetzagentur — Biogaseinspeisung ins Gasnetz: aktuelle FAQ. bundesnetzagentur.de · Abruf

Häufige Fragen zu Biogaseinspeisevertrag

Sind die früheren Regeln vollständig unverändert?

Nein. Anschluss-Übergangsrecht und neue Zugangsregeln sind getrennt zu prüfen.

Kann Kapazität beschränkt werden?

Unter den rechtlichen Voraussetzungen sind begründete Beschränkungen möglich. Diese müssen im Verfahren transparent werden.

Verwandte Begriffe

Weitere Begriffe mit B

BAFA-FörderungDas BAFA fördert bestimmte Einzelmaßnahmen an bestehenden Gebäuden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Energieberatungen werden über gesonderte Beratungsprogramme gefördert. Welche Stelle zuständig ist und welche Bedingungen gelten, hängt vom jeweiligen Vorhaben ab.BDEW (Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft)Der BDEW ist ein Branchenverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft mit über 2.000 Mitgliedsunternehmen aus Strom, Wärme, Gas, erneuerbaren Energien, Wasserstoff, Elektromobilität sowie Trinkwasser- und Abwasserwirtschaft. Er vertritt die politischen und wirtschaftlichen Interessen der Branche gegenüber Bund, Ländern und EU und veröffentlicht praxisnahe Anwendungshilfen zu den von der Bundesnetzagentur festgelegten Marktprozessen.BECV (Carbon-Leakage-Verordnung)Die BEHG-Carbon-Leakage-Verordnung (BECV) ermöglicht unter Voraussetzungen eine Beihilfe für Unternehmen, die durch den nationalen Brennstoffemissionshandel indirekte CO₂-Kosten tragen und einem Verlagerungsrisiko ausgesetzt sind. Sie ist von der Strompreiskompensation im EU-Emissionshandel zu unterscheiden.BEGDie BEG (Bundesförderung für effiziente Gebäude) ist das zentrale Förderprogramm des Bundes für Energieeffizienz und erneuerbare Energien im Gebäudebereich. Seit 2021 bündelt sie die früheren KfW-Gebäudeprogramme und das BAFA-Marktanreizprogramm.BEHGDas BEHG (Brennstoffemissionshandelsgesetz) ist ein Bundesgesetz von 2019, das einen nationalen CO₂-Preis auf fossile Brennstoffe wie Heizöl, Erdgas, Benzin, Diesel, Flüssiggas und Kohle einführt. Es ergänzt den EU-Emissionshandel um die Sektoren Wärme und Verkehr, bis der europäische Emissionshandel EU-ETS 2 im Jahr 2028 startet.BEW (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze)Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) ist ein Förderprogramm des Bundes, das über das BAFA den Neubau, die Transformation und den Betrieb von Wärmenetzen mit hohem Anteil erneuerbarer Energien und Abwärme unterstützt. Sie gliedert sich in mehrere aufeinander aufbauende Module von der Machbarkeitsstudie bis zur Betriebskostenförderung.
Erstgespräch