Energie-Glossar · I
Initial Margin / Variation Margin
Zwei Aufgaben der Besicherung
Initial Margin
Variation Margin
Die wichtigsten Informationen zu Initial Margin / Variation Margin
- Initial Margin ist eine risikobasierte Sicherheit und kann neu berechnet werden.
- Variation Margin folgt der Bewertung der Positionen.
- Höhe, Fristen und zulässige Sicherheiten ergeben sich aus den Clearing- und Vertragsregeln.
- Liquiditätsbedarf und wirtschaftliche Absicherung sind getrennt zu planen.
Warum gibt es zwei Margin-Arten?
Eine Position kann sich seit der letzten Bewertung im Wert verändert haben und zugleich weiteren künftigen Wertänderungen ausgesetzt sein. Die beiden Margin-Arten erfüllen deshalb unterschiedliche Aufgaben. Initial Margin ist nicht lediglich eine einmalige Zahlung beim Handelsbeginn.
Wer ist betroffen?
Unmittelbare Anforderungen einer Clearingstelle richten sich nach dem Teilnehmermodell. Gegenüber Kunden können zusätzlich vertragliche Sicherheitenanforderungen bestehen. Deshalb ist die Aussage, ausschließlich direkt an der Börse handelnde Unternehmen müssten Sicherheiten stellen, zu pauschal.
Was gehört in die Liquiditätsplanung?
Prüfen Sie Bewertungsintervalle, mögliche Nachforderungen, akzeptierte Sicherheiten und Fristen. Auch ein wirtschaftlich sinnvoll abgesichertes Geschäft kann während seiner Laufzeit Liquidität binden.
Quellen & Verweise
- European Commodity Clearing — Margin Methodology. ecc.de · Abruf
- European Commodity Clearing AG — ECC Derivative Market Margining, Version 1.19. ecc.de · Abruf
Häufige Fragen zu Initial Margin / Variation Margin
Bleibt die Initial Margin konstant?
Nein. Sie kann sich mit Portfolio, Risikomodell und Marktbedingungen ändern.
Ersetzt Margin die Bewertung des Vertragspartners?
Nein. Sicherheiten sind ein Bestandteil des Risikomanagements und keine umfassende Garantie gegen alle Risiken.
