Glossar › N › Notstrombetrieb
N

Notstrombetrieb

Betriebsmodus, bei dem ein Batteriespeicher mit Hybridwechselrichter bei Netzausfall ausgewählte Verbraucher (Notstromnetz) weiterhin versorgt. Unterschied zu Inselbetrieb: Notstrombetrieb deckt nur definierte Verbraucher ab; Inselbetrieb ist eine vollständige Netzunabhängigkeit. Typische Notstromanwendungen: Beleuchtung, Router, Kühlschrank, medizinische Geräte.

Grundprinzipien

Beim Netzausfall trennt der Wechselrichter das Hausnetz vom Netz (Netztrennung per Relais, VDE-4105-konform). Der Speicher und ggf. die PV-Anlage versorgen dann das interne Hausnetz. Maximale Leistung begrenzt durch Wechselrichter-Ausgangsleistung (typisch 3–6 kW).

Anwendung in der Praxis

Volle Notstromfähigkeit (alle Verbraucher) erfordert ausreichend Speicherkapazität und Wechselrichterleistung. Eingeschränkte Notstromfähigkeit: nur definierte Steckdosengruppen. Umschaltverzug: 10–20 ms (kaum spürbar). Anschluss: separates Notstromnetz oder USV-Prinzip.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Notstromfähigkeit erhöht die Wertschöpfung eines PV-Speichers erheblich und ist ein wichtiges Verkaufsargument. Mit zunehmender Netzinstabilität (Klimawandel, Cyberrisiken) steigt die Nachfrage.

Einordnung im Prozess

Wir planen Notstromkonzepte (Lastplanung, Speicherdimensionierung, Schaltkonzept) für Wohngebäude und Gewerbebetriebe.

← Zum Glossar