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Netzkuppelstelle

Eine Netzkuppelstelle ist ein Verknüpfungspunkt zwischen zwei verschiedenen Netzbereichen, Regelzonen oder Ländern, über den Energie übertragen werden kann. Grenzüberschreitende Leitungen sind Netzkuppelstellen im internationalen Sinne. Sie sind entscheidend für Stromhandel und Versorgungssicherheit.

Grundprinzipien

Netzkuppelstellen ermöglichen den Ausgleich zwischen Erzeugungsüberschüssen und -defiziten verschiedener Regionen. Die verfügbare Übertragungskapazität wird als NTC (Net Transfer Capacity) ausgewiesen und über Auktionen vermarktet. Engpässe an Kupplungsstellen können Preiszonen aufteilen (Market Splitting).

Anwendung in der Praxis

Zwischen Deutschland und Frankreich sowie Deutschland und Österreich/Schweiz gibt es bedeutende Netzkuppelstellen. Händler buchen Übertragungsrechte (PTRs), um grenzüberschreitend handeln zu können. Engpasserlöse aus Auktionen werden für Netzausbau verwendet.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Netzkuppelstellen sind Voraussetzung für einen integrierten europäischen Energiemarkt. Der Ausbau grenzüberschreitender Verbindungen ist erklärtes EU-Ziel und senkt Preisunterschiede zwischen Mitgliedstaaten.

Einordnung im Prozess

Relevant bei grenzüberschreitendem Energiehandel und Portfoliooptimierung

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