Speicherkapazität
Die maximale Energiemenge, die ein Batteriespeicher aufnehmen und wieder abgeben kann, angegeben in Kilowattstunden (kWh). Unterschied zur nutzbaren Kapazität: Hersteller geben oft die Bruttokapazität an, davon ist ein Teil durch Tiefentladeschutz (DOD) und Ladezustandsreservierung reserviert. Entscheidend für die Kaufentscheidung ist die nutzbare Kapazität.
Grundprinzipien
Die Kapazität eines Speichers hängt von Anzahl und Typ der Batteriezellen ab. Kapazität in kWh = Spannung (V) × Kapazität (Ah) / 1000. Bei Temperaturen unter 0°C sinkt die nutzbare Kapazität temporär. Mit dem Alter nimmt die Kapazität ab (State of Health).
Anwendung in der Praxis
Heimspeicher: 5–20 kWh für typische PV-Haushalte. Faustregel: 1 kWh Speicher je kWp PV für Eigenverbrauchsoptimierung. Gewerbe: 50 kWh–1 MWh. Utility-Scale: 10–1.000 MWh. Preis (2024): 700–1.000 €/kWh installiert (Heimbereich).
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Speicherkapazität bestimmt, wie viel PV-Überschussenergie verfügbar gehalten werden kann. Überdimensionierung ist unwirtschaftlich – die optimale Größe hängt vom Tagesverbrauch, PV-Ertrag und Nutzungskonzept ab.
Einordnung im Prozess
Wir simulieren den optimalen Speicherbedarf auf Basis stündlicher Erzeugung und Verbrauch.
