Globalstrahlung
Gesamte auf eine horizontale Fläche auftreffende Sonnenstrahlung, die sich aus Direktstrahlung (sonnendirekt) und Diffusstrahlung (durch Wolken und Atmosphäre gestreut) zusammensetzt. Sie wird in kWh/m²/Jahr gemessen und ist der wichtigste Standortparameter für die PV-Ertragsberechnung. Deutschland: 950–1.250 kWh/m²/a je nach Region.
Grundprinzipien
Zur Ertragsberechnung wird die Globalstrahlung auf der Modulebene (POA: Plane of Array Irradiance) berechnet, die von Neigungswinkel, Azimut und Albedo abhängt. Klimatologische Daten (PVGIS, DWD) liefern historische Einstrahlungsdaten für die Ertragsberechnung.
Anwendung in der Praxis
Süddeutschland (Freiburg): ~1.200 kWh/m²/a; Norddeutschland (Hamburg): ~950 kWh/m²/a. Optimale Neigung für maximale Jahresernte: 30–35° Südausrichtung. Ost-West-Aufteilung reduziert Spitzenleistung, erhöht aber Eigenverbrauch.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Die Globalstrahlung bestimmt direkt den möglichen PV-Jahresertrag. Standortwahlentscheidungen und Ertragsprognosen basieren maßgeblich auf Einstrahlungsdaten.
Einordnung im Prozess
Wir erstellen Solarertragsprognosen auf Basis von PVGIS/SolarEdge-Strahlungsdaten und meteorologischen Langzeitmitteln.
