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GPKE

GPKE (Geschäftsprozesse zur Kundenbelieferung mit Elektrizität) ist das von der Bundesnetzagentur festgelegte Regelwerk für die standardisierten Prozesse im deutschen Strommarkt, insbesondere Lieferantenwechsel, Netzanmeldung und Abrechnung. Es definiert Fristen, Datenformate (EDIFACT) und Verantwortlichkeiten für alle Marktbeteiligten.

Grundprinzipien

GPKE legt fest, welche Nachrichten in welchen Fristen zwischen Lieferant, Netzbetreiber und Bilanzkreisverantwortlichem ausgetauscht werden müssen. Prozesse umfassen Lieferantenwechsel (3 Wochen), Inbetriebnahme, Abmeldung, Zählerstand-Übermittlung und Mehr-/Mindermengenabrechnung.

Anwendung in der Praxis

Wenn ein Kunde seinen Stromlieferanten wechselt, läuft ein GPKE-definierter Prozess ab: neuer Lieferant meldet an beim Netzbetreiber (AN-Nachricht), Netzbetreiber bestätigt (ZW-Nachricht), bisheriger Lieferant erhält Abmeldung. Alle Nachrichten werden elektronisch als EDIFACT-Dateien ausgetauscht.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

GPKE ist technisches Fundament des Wettbewerbsstrommarkts. Ein reibungsloser Lieferantenwechselprozess ist Voraussetzung für einen funktionierenden Endkundenmarkt und Kundenmobilität.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Lieferantenwechsel, Marktkommunikation und IT-System-Setup für Energieversorger

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