Jahresertrag
Im Laufe eines Jahres von einer PV-Anlage erzeugte Strommenge in kWh. Er hängt von installierter Leistung (kWp), Globalstrahlung, Modulausrichtung, Performance Ratio und Systemverlusten ab. Der spezifische Jahresertrag (kWh/kWp) ist die wichtigste Vergleichsgröße für PV-Standorte und Anlagenqualität.
Grundprinzipien
Jahresertrag = kWp × spezifischer Ertrag × Performance Ratio. In Deutschland: 900–1.100 kWh/kWp/a (spezifisch). Performance Ratio (PR): Verhältnis von tatsächlichem zu theoretischem Ertrag, typisch 80–87 %. Monitoring-Systeme vergleichen Ist-Ertrag mit Sollertrag.
Anwendung in der Praxis
EEG-Förderung basiert auf dem eingespeisten Jahresertrag. Für PV-Finanzierungen erstellen Gutachter Ertragsprognosen mit P50/P90-Werten (P50: mit 50 % Wahrscheinlichkeit erreichter Ertrag). Jährliche Überprüfung: Vergleich Ist-PR mit Soll-PR.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Der Jahresertrag ist die Wirtschaftlichkeitskenngröße einer PV-Anlage. Er bestimmt Einnahmen aus Einspeisung/Eigenverbrauch und damit die Amortisationszeit.
Einordnung im Prozess
Wir vergleichen monatlich Ist- und Sollertrag und identifizieren Ursachen für Ertragsabweichungen (Verschmutzung, Defekte, Teilverschattung).
