Bemessungsleistung
Die Bemessungsleistung ist die maximal zulässige Dauerleistung einer elektrischen Anlage, eines Generators oder eines Transformators unter definierten Betriebsbedingungen (Temperatur, Kühlung). Sie ist die Auslegungsgröße für Netzanschlüsse und Betriebsmittel. Kurzfristige Überschreitungen sind möglich, dauerhaft führen sie zu Überhitzung.
Grundprinzipien
Bemessungsleistung wird in kVA (Scheinleistung) oder kW (Wirkleistung) angegeben, abhängig vom Betriebsmittel. Für Transformatoren gilt: SN (kVA). Für Generatoren: PN (kW) oder SN (kVA). Sicherheitszuschläge bei der Anlagenplanung berücksichtigen Lastspitzen und Erweiterungen.
Anwendung in der Praxis
Bei der Planung eines Netzanschlusses muss die Bemessungsleistung des Anschlusstransformators der maximalen Gleichzeitigkeitslast der angeschlossenen Verbraucher entsprechen. Zu knapp bemessene Transformatoren führen zu Überlastungen und Ausfällen.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Korrekte Bemessungsleistung sichert zuverlässigen Betrieb. Mit zunehmender E-Mobilität und Wärmepumpenintegration steigt die Gleichzeitigkeitslast in Wohngebieten, was Nachrüstung von Trafostationen erfordert.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Netzanschlussplanung, Anlagenerweiterung und Versorgungssicherheit
