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B

Benutzungsdauer

Die Benutzungsdauer ist die Anzahl der Stunden pro Jahr, in denen eine Anlage, ein Netzanschluss oder ein Betriebsmittel tatsächlich in Betrieb ist. Sie unterscheidet sich von den Volllaststunden dadurch, dass sie die tatsächliche Betriebszeit (unabhängig von der Last) misst. Hohe Benutzungsdauer ist typisch für Grundlastanlagen.

Grundprinzipien

Benutzungsdauer = Summe der Betriebsstunden / Jahr (max. 8.760 h). Ein BHKW, das 6.000 Stunden/Jahr in Betrieb ist, hat eine Benutzungsdauer von 6.000 h. Benutzungsdauer × mittlere Leistung = Jahresenergieertrag. Sie ist Planungsgröße für Wartungsintervalle und Wirtschaftlichkeit.

Anwendung in der Praxis

Bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung eines BHKWs sind Benutzungsdauer und Volllaststunden Schlüsselgrößen: Ein BHKW mit 100 kW Leistung, 7.000 h Benutzungsdauer und 90 % Teillastauslastung produziert 630 MWh Strom und entsprechend Wärme pro Jahr.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Benutzungsdauer beeinflusst direkt die Amortisation von Investitionen in Erzeugungsanlagen. Maximierung der Benutzungsdauer durch Wärmeversorgungsoptimierung ist typisches Ziel bei KWK-Projekten.

Einordnung im Prozess

Relevant bei KWK-Planung, Wirtschaftlichkeitsberechnung und Anlagenoptimierung

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