Wirkleistung
Diejenige elektrische Leistung, die tatsächlich in nutzbare Arbeit (Wärme, Licht, Bewegung) umgewandelt wird, gemessen in Watt (W) oder Kilowatt (kW). Wirkleistung ist der 'nützliche' Anteil der Scheinleistung. Der Zähler eines Haushaltskunden misst die geleistete Wirkarbeit in kWh.
Grundprinzipien
In Wechselstromkreisen mit induktiven oder kapazitiven Lasten (Motoren, Transformatoren) entsteht eine Phasenverschiebung zwischen Strom und Spannung. Nur der phasengleiche Anteil (Wirkleistung P) vollbringt nutzbare Arbeit; der phasenverschobene Anteil (Blindleistung Q) belastet das Netz ohne Nutzarbeit.
Anwendung in der Praxis
Haushaltszähler messen ausschließlich Wirkleistung (kWh). Bei Industriekunden mit hohem Blindleistungsbedarf können zusätzliche Blindleistungskosten entstehen. Wirkleistung × Zeit = Wirkarbeit (kWh), die abgerechnet wird.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Wirkleistung ist die abrechnungsrelevante Größe in der Energiewirtschaft. Ein schlechter Leistungsfaktor (cos φ) führt zu unnötig hohen Netzbelastungen und ggf. Zusatzkosten.
Einordnung im Prozess
Bei der Verbrauchsanalyse differenzieren wir zwischen Wirk- und Blindleistungsanteilen und empfehlen ggf. Kompensationsanlagen.
