Glossar › B › Blackout
B

Blackout

Ein Blackout ist ein großflächiger, ungewollter Totalausfall der Stromversorgung, der durch Kaskadeneffekte im Verbundnetz entsteht. Er betrifft ganze Regionen oder Länder und kann Stunden bis Tage andauern. Blackouts sind die gravierendsten Versorgungsstörungen mit erheblichen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen.

Grundprinzipien

Blackouts entstehen durch Überlagerung von Ausfällen, die sich gegenseitig verstärken. Wenn ein Engpass zu Überlastungen auf benachbarten Leitungen führt, die dann ebenfalls abschalten, breitet sich der Ausfall rapide aus. Schutzmaßnahmen wie N-1-Sicherheit, automatische Lastabwürfe und schwarzstartfähige Kraftwerke sollen Blackouts verhindern.

Anwendung in der Praxis

Unternehmen mit hohem Ausfallrisiko installieren Netzersatzanlagen (NEA/USV) zur Überbrückung. Behörden und kritische Infrastrukturen sind gesetzlich zu Notfallkonzepten verpflichtet. Das BBK (Bundesamt für Bevölkerungsschutz) veröffentlicht Leitfäden zur Blackout-Vorsorge.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Das Risiko von Blackouts durch die Energiewende (Wegfall synchroner Massen, mehr Wetterabhängigkeit) ist politisch umstritten. Investitionen in Netzstabilität, Speicher und Demand Response sind entscheidend für die Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Betriebskontinuitätsplanung, Notfallversorgung und Standortsicherheit

← Zum Glossar