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Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad gibt das Verhältnis von Nutzleistung zu Aufnahmeleistung einer Anlage oder eines Geräts an (in %). Er quantifiziert, wie effizient Energie umgewandelt wird. Ein Wirkungsgrad von 95 % bedeutet, dass 5 % der eingesetzten Energie als Verlust (Wärme, Reibung) abgegeben werden.

Grundprinzipien

η (Eta) = Nutzleistung / Eingangsleistung × 100 %. Bei Kettenprozessen (z. B. Erzeugung → Transport → Nutzung) multiplizieren sich Wirkungsgrade. Elektromotoren: 90–97 %, moderne Gaskessel: 93–98 %, PV-Module: 20–24 %, Elektrolyse: 60–80 %.

Anwendung in der Praxis

Bei der Planung einer Wärmepumpenanlage ist der COP (Coefficient of Performance) die wirkungsgradäquivalente Kenngröße: COP 4 bedeutet, aus 1 kWh Strom werden 4 kWh Wärme erzeugt. Wirkungsgradziele sind häufig Teil von Förderbedingungen (BEG).

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Wirkungsgrade sind grundlegende Effizienzmaßstäbe in Planung, Betrieb und Regulierung. Technologievergleiche (z. B. Wärmepumpe vs. Gasheizung) müssen Systemwirkungsgrade berücksichtigen, nicht nur Komponentenwirkungsgrade.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Anlagenplanung, Energieaudit und Technologieauswahl

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