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Wechselstrom (AC)

Elektrischer Strom, der periodisch seine Richtung wechselt – in Europa mit einer Frequenz von 50 Hz (50 Richtungswechsel pro Sekunde). AC ist der Standard für alle öffentlichen Stromnetze, da er mit Transformatoren auf beliebige Spannungsebenen umgewandelt und damit verlustarm über weite Strecken transportiert werden kann. Im Gegensatz dazu fließt Gleichstrom (DC) immer in eine Richtung.

Grundprinzipien

Wechselstrom wird in Generatoren durch rotierende Magnetfelder erzeugt. Transformatoren können nur bei Wechselstrom die Spannung ändern, was die Fernübertragung bei hoher Spannung (und damit niedrigem Strom) und geringen Verlusten ermöglicht. Die Netzfrequenz von 50 Hz ist in Europa streng geregelt.

Anwendung in der Praxis

Alle Haushalts- und Industriesteckdosen liefern AC. PV-Anlagen und Batterien erzeugen DC und brauchen einen Wechselrichter für die Netzeinspeisung. Gleichspannungsübertragung (HGÜ) wird für sehr lange Leitungen (> 700 km) oder Seekabel eingesetzt.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

AC ist das universelle Backbone der Energieversorgung. Die Netzfrequenz von 50,0 Hz ist der Indikator für das Gleichgewicht von Erzeugung und Verbrauch im europäischen Verbundnetz.

Einordnung im Prozess

Bei der Anlagenplanung definieren wir Spannungsebene, Frequenz und Netzform (TN, TT, IT) als Basis für alle Folgeplanungen.

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