Wärmepumpe
Anlage zur Nutzung von Umweltwärme (Luft, Erde, Wasser) für Heizung und Warmwasser, die elektrische Energie einsetzt, um Wärme von niedrigem Temperaturniveau auf nutzbare Heiztemperatur zu heben. Wärmepumpen erreichen COPs von 2,5–5 (d. h. 1 kWh Strom → 2,5–5 kWh Wärme). Sie sind das Herzstück der Wärmewende.
Grundprinzipien
Wärmepumpen arbeiten nach dem umgekehrten Carnot-Prinzip: Kältemittel verdampft bei niedriger Temperatur (Umweltwärme), wird verdichtet (elektrisch), gibt Wärme bei hohem Temperaturniveau ab, entspannt und beginnt von vorne. COP hängt von Temperaturhub ab: Je kleiner, desto effizienter.
Anwendung in der Praxis
Luft-Wasser-Wärmepumpen: günstigste Installation, aber COP-Abhängigkeit von Außentemperatur. Erdwärmepumpen (Sole-Wasser): stabilerer COP, höhere Installationskosten. Optimale Kombination: Wärmepumpe + Fußbodenheizung (niedrige Vorlauftemperatur = hoher COP). BEG-Förderung bis zu 70 %.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Wärmepumpen sind die wichtigste Technologie der Wärmewende. Mit 6 Mio. installierten WP bis 2030 (Regierungsziel) können 10–15 % des deutschen Gasverbrauchs ersetzt werden. Abhängig von grünem Strom für tatsächliche CO₂-Neutralität.
Einordnung im Prozess
Wir führen Heizlastberechnung, WP-Dimensionierung und Wirtschaftlichkeitsanalyse durch und begleiten BAFA-Förderantrag.
