Glossar › R › Regelzone
R

Regelzone

Eine Regelzone ist das Netzgebiet, für das ein Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) die Systemverantwortung trägt und die Frequenz- sowie Leistungsbilanz aufrechterhalten muss. In Deutschland gibt es vier Regelzonen (50Hertz, Amprion, TenneT, TransnetBW). Sie bilden die operative Einheit für Regelenergiebeschaffung und Bilanzkreisabrechnung im Strombereich.

Grundprinzipien

Innerhalb einer Regelzone muss zu jedem Zeitpunkt Einspeisung und Entnahme ausgeglichen sein. Abweichungen führen zu Frequenzänderungen im Verbundnetz. Der ÜNB greift mit Primär-, Sekundär- und Tertiärregelleistung ein, um Gleichgewicht herzustellen.

Anwendung in der Praxis

Bilanzkreisverantwortliche müssen ihre Fahrpläne gegenüber dem zuständigen ÜNB nominieren. Abweichungen zwischen nominiertem und tatsächlichem Verbrauch werden als Regelenergiebedarf auf den Bilanzkreis angerechnet. Die Kosten für Ausgleichsenergie werden über den Ausgleichsenergiepreis (AEP) abgerechnet.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Regelzonen sind die operative Grundlage der Versorgungssicherheit. Mit wachsendem Anteil fluktuierender Erneuerbarer steigt der Regelenergiebedarf, was die Bedeutung effizienter Fahrplanprozesse und Prognosegüte erhöht.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Bilanzkreisführung, Fahrplannominierung und Regelenergieabrechnung

← Zum Glossar