Renomination
Renomination bezeichnet die Anpassung einer bereits eingereichten Nomination vor Ablauf der Anpassungsfrist. Sie wird genutzt, wenn sich Erzeugungsprognosen oder Handelsgeschäfte nach der initialen Nominierung ändern. Renominierungen sind im Gas- und Stromhandel ein wichtiges Instrument zur Bilanzoptimierung.
Grundprinzipien
Die Fristen für Renominierungen variieren je nach Energieträger und Markt. Im Gasbereich sind stündliche Renominierungen bis kurz vor dem Gasfluss möglich. Im Strombereich erlaubt der Intraday-Markt bis in die letzte Stunde Anpassungen. Regeln für Renominierungsvolumina und -fristen sind in den Netzbetreiberbedingungen festgelegt.
Anwendung in der Praxis
Wenn eine Windkraftanlage mehr produziert als prognostiziert, renominiert der Direktvermarkter die Erzeugungsfahrpläne nach oben. Gleichzeitig passt er Verkaufspositionen am Intraday-Markt an. Automatisierte Renominierungssysteme reagieren auf Echtzeit-Wetterdaten.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Renominierungsflexibilität ist entscheidend für effizientes Bilanzkreismanagement. Sie ermöglicht die Optimierung zwischen Terminmarktkontrakten und Intraday-Ausgleich und reduziert Ausgleichsenergiekosten.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Bilanzkreisführung, Direktvermarktung und Intraday-Optimierung
