Glossar › R › Regulierungskonto
R

Regulierungskonto

Das Regulierungskonto ist ein virtuelles Verrechnungskonto, auf dem Über- und Unterdeckungen eines Netzbetreibers innerhalb einer Regulierungsperiode erfasst werden. Hat ein Netzbetreiber mehr als seine Erlösobergrenze eingenommen, muss er dies in der nächsten Periode verrechnen – und umgekehrt. Es dient der periodischen Glättung von Abweichungen.

Grundprinzipien

Tatsächliche Einnahmen weichen von der Erlösobergrenze ab, wenn Absatzmengen von der Prognose abweichen. Das Regulierungskonto akkumuliert Über- oder Unterdeckungen, die in der folgenden Regulierungsperiode über Anpassungen der Netzentgelte ausgeglichen werden. Zinsen auf das Kontosaldo werden berechnet.

Anwendung in der Praxis

Sinkende Netznutzungsmengen (z. B. durch Energieeffizienz) führen zu Unterdeckungen beim Netzbetreiber, die über das Regulierungskonto aufgefangen werden. Bei der Netzentgeltkalkulation für die nächste Periode fließt der Saldo des Regulierungskontos ein.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Das Regulierungskonto schützt Netzbetreiber vor unvorhergesehenen Absatzschwankungen und schafft Planungsstabilität. Es stellt sicher, dass langfristig die genehmigten Erlösobergrenzen eingehalten werden.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Netzentgeltkalkulation, Regulierungsverfahren und Netzbetrieb

← Zum Glossar