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Net-Zero-Strategie

Eine Net-Zero-Strategie ist ein unternehmensinterner Fahrplan, der beschreibt, wie ein Unternehmen seine Treibhausgasemissionen bis zu einem Zieljahr auf Netto-Null reduziert. Im Gegensatz zur bloßen Klimaneutralität legt Net-Zero besonderes Gewicht auf echte Emissionsreduktion statt Kompensation. Science-Based Targets Initiative (SBTi) bietet den führenden internationalen Rahmen.

Grundprinzipien

Net-Zero erfordert zunächst einen vollständigen Emissionsinventar (Scope 1, 2, 3). Darauf aufbauend werden kurzfristige (2030), mittelfristige (2040) und langfristige (2050) Reduktionsziele gesetzt. Scope-3-Emissionen (Lieferkette, Kundenseite) sind häufig der größte Anteil und am schwierigsten zu adressieren.

Anwendung in der Praxis

Ein produzierendes Unternehmen erhebt seinen CO₂-Fußabdruck gemäß GHG-Protokoll, identifiziert Hauptemittenten und entwickelt Maßnahmenpfade. Energieeffizienz, Grünstrombezug, Elektrifizierung der Fahrzeugflotte und Lieferkettenengagement sind typische Maßnahmen.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Net-Zero-Strategien sind zunehmend regulatorische Anforderung (CSRD, EU-Taxonomie) und Wettbewerbsfaktor. Sie treiben Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und grünen Wasserstoff.

Einordnung im Prozess

Relevant bei ESG-Reporting, CSRD-Compliance und Nachhaltigkeitsstrategie

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