Lastmanagement
Gezielte Steuerung von elektrischen oder thermischen Lasten zur Senkung von Energiekosten, Leistungsspitzen oder Systembelastung. Lastmanagement umfasst Lastverschiebung, Lastabwurf und Lastreduktion in Abstimmung mit Preissignalen oder Netzsignalen. Es ist ein wesentliches Element der Demand-Side-Management-Strategie.
Grundprinzipien
Drei Arten von Lastmanagement: 1) Lastverschiebung (flexible Prozesse auf günstige Zeiten verschieben), 2) Lastabwurf (nicht kritische Lasten abschalten), 3) Lastreduzierung (Effizienzsteigerung). Kommunikation über EnMS, Smart Meter oder Direktsteuerung.
Anwendung in der Praxis
Typische steuerbare Lasten: Wärmepumpen, E-Fahrzeugladung, Industrieöfen, Klimaanlagen, Wassererwärmung, Druckluftanlagen. Steuerungssignale: Preis-basiert (Stundentarif), Netz-basiert (Einspeisemanagement), intern (Peak Shaving). ROI durch Leistungspreissenkung oft < 3 Jahre.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Lastmanagement ist der ‚weiche‘ Weg zur Netzentlastung – statt teurer Netzausbauten können flexible Verbraucher die Nachfrage an Erzeugung anpassen. Bei steigendem EE-Anteil wird Flexibilität zum zentralen Wertschöpfungsfaktor.
Einordnung im Prozess
Wir analysieren flexible Lastpotenziale, berechnen Einsparpotenziale durch Leistungspreissenkung und implementieren Steuerungslösungen.
