LNG-Terminal
Ein LNG-Terminal (Liquefied Natural Gas Terminal) ist eine Anlage zur Anlandung, Lagerung und Regasifizierung von verflüssigtem Erdgas. LNG wird bei -162 °C verflüssigt transportiert und am Terminal wieder in gasförmigen Zustand gebracht. Deutschland hat seit 2023 mehrere schwimmende LNG-Terminals (FSRUs) in Betrieb.
Grundprinzipien
LNG-Tanker liefern das verflüssigte Gas, das in isolierten Tanks zwischengelagert wird. Regasifizierungsanlagen erhitzen das LNG und speisen es ins Gasnetz ein. FSRUs (Floating Storage and Regasification Units) sind kostengünstigere und schneller errichtbare Alternativen zu festen LNG-Terminals.
Anwendung in der Praxis
Deutschland hat FSRU-Terminals in Brunsbüttel, Wilhelmshaven, Lubmin und Brunsbüttel installiert (ab 2022/23). LNG-Importeure buchen Entry-Kapazitäten an diesen Terminals. LNG ermöglicht Diversifizierung der Gasbeschaffung und Unabhängigkeit von Pipeline-Importen.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
LNG-Terminals sind Schlüsselinfrastruktur für die Energiesicherheit Europas nach dem russischen Gaslieferstopp. Sie ermöglichen weltweite Gasbeschaffung und erhöhen die Versorgungsresilienz, haben aber höhere CO₂-Emissionen als Pipelinegas durch den Verflüssigungs- und Transportprozess.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Gasbeschaffungsstrategie, Versorgungssicherheit und Portfoliodiversifizierung
