LCOE
Die Levelized Cost of Energy (LCOE) sind die durchschnittlichen Stromerzeugungskosten über die gesamte Lebensdauer einer Anlage, ausgedrückt in €/MWh. Sie berücksichtigen Investitionskosten, Betrieb & Wartung, Brennstoffkosten und Kapitalkosten. LCOE ist der wichtigste Vergleichsmaßstab für verschiedene Erzeugungstechnologien.
Grundprinzipien
LCOE = (Summe aller diskontierten Kosten) / (Summe aller diskontierten erzeugten Energiemengen). Ein hoher Kapazitätsfaktor (viele Betriebsstunden) senkt den LCOE. Onshore-Wind und PV haben heute LCOE von unter 40 €/MWh und sind damit günstiger als neue konventionelle Kraftwerke.
Anwendung in der Praxis
Bei der Bewertung eines PPA-Angebots vergleicht ein Industriekunde den angebotenen PPA-Preis mit dem LCOE der zugrunde liegenden Erzeugungsanlage. Für Investitionsentscheidungen in eigene Erzeugung (z. B. Dach-PV) ist der LCOE Maßstab gegenüber dem Netzstrompreis.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
LCOE ermöglicht technologieneutrale Wirtschaftlichkeitsvergleiche. Sinkende LCOE für Wind und Solar sind die wichtigste Triebkraft der Energiewende und begründen deren zunehmende Wettbewerbsfähigkeit ohne Förderung.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Investitionsentscheidungen, PPA-Verhandlungen und Wirtschaftlichkeitsberechnungen
