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Lieferantenwechselprozess

Der Lieferantenwechselprozess ist das standardisierte Verfahren, durch das ein Energiekunde von einem Lieferanten zu einem anderen wechselt. Er ist durch GPKE (Strom) und GeLi Gas geregelt und dauert maximal 3 Wochen. Der neue Lieferant übernimmt alle administrativen Schritte gegenüber dem Netzbetreiber.

Grundprinzipien

Der Prozess läuft: Kündigung beim Altlieferanten → Neuvertrag beim neuen Lieferanten → AN-Meldung an Netzbetreiber → Bestätigung → Abmeldung Altlieferant → Lieferbeginn. Alle Schritte sind fristgebunden. Bei Fehlern (z. B. doppelte Belegung einer Marktlokation) gibt es definierte Klärungsverfahren.

Anwendung in der Praxis

Ein Haushaltskunde kündigt online bei seinem bisherigen Lieferanten und schließt einen neuen Vertrag ab. Der neue Lieferant löst den GPKE-Prozess aus. Der Netzbetreiber stellt sicher, dass keine Versorgungsunterbrechung entsteht. Die Abrechnung des Altlieferanten erfolgt nach Zählerstandsablesung zum Wechseltermin.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Ein reibungsloser Lieferantenwechselprozess ist Grundvoraussetzung für Kundenmobilität und Wettbewerb im Energiemarkt. Digitalisierung und Smart Meter verkürzen künftig Wechselzeiten und verbessern Datenqualität.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Kundenakquise, Vertragswechsel und Energiekostenoptimierung

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