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B

Bifaziales Modul

PV-Modul, das Licht sowohl von der Vorderseite (direkte Sonneneinstrahlung) als auch von der Rückseite (reflektiertes Licht vom Untergrund) nutzen kann. Bifaziale Module erzielen 5–30 % Mehrertrag gegenüber monofazialen Modulen, abhängig von Aufständerung und Bodenreflexion (Albedo). Standard bei großen Freiflächen-PV-Anlagen.

Grundprinzipien

Bifaziale Module haben Solarzellen, die beidseitig aktiv sind, und eine transparente Rückseitenfolie oder ein Rückseitenglas statt undurchsichtiger Backsheet-Folie. Der Bifazialitätsfaktor gibt an, wie gut die Rückseite im Verhältnis zur Vorderseite arbeitet (typisch 70–90 %).

Anwendung in der Praxis

Maximaler Vorteil bei: heller Bodenoberfläche (Kies, Schnee: Albedo > 30 %), hoher Aufständerung (> 50 cm Abstand zum Boden), Agri-PV-Anlagen. Ertragsberechnung mit PVsyst: Bifazialitätsfaktor und Ground-Albedo als Parameter.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Bifaziale Module sind heute Standard in Solarparks und reduzieren die Levelized Cost of Energy (LCOE) durch höheren Ertrag bei gleichen Systemkosten. Sie sind ein wesentlicher Treiber der PV-Kostenreduktion.

Einordnung im Prozess

Bei der Anlagenplanung berechnen wir den Bifazialitätsbonus auf Basis von Aufständerung und Albedo am Standort.

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