BHKW
Blockheizkraftwerk: Dezentrale Anlage zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung) in einem kompakten Block. BHKWs erreichen Gesamtwirkungsgrade von 80–95 %, da die Motorabwärme als Nutzwärme verwendet wird. Typische Größen: 5 kW bis mehrere MW elektrisch.
Grundprinzipien
Ein BHKW besteht aus einem Verbrennungsmotor (Gas, Diesel, Biogas) oder einer Gasturbine + Generator + Wärmetauscher. Motorabwärme (Kühlwasser, Abgas) wird für Heizung und Warmwasser genutzt. Primärenergieaufwand im Vergleich zur Stromgetrenntversorgung um 20–30 % reduziert.
Anwendung in der Praxis
BHKW-Betrieb nach KWK-Gesetz: Vergütung für eingespeisten Strom (KWK-Zuschlag), Befreiung von Netzentgelten für Eigenverbrauch. Wirtschaftlich bei: > 4.000 Vollbenutzungsstunden/Jahr, gleichzeitigem Wärme- und Strombedarf. Anwendungen: Krankenhaus, Hotel, Rechenzentrum, Industrie.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
BHKWs sind die effizienteste Art der fossilen Brennstoffnutzung und brücken den Weg zur Wärme- und Stromversorgung mit Biogas und Wasserstoff. KWK-Gesetz fördert ihre Verbreitung aktiv.
Einordnung im Prozess
Wir berechnen BHKW-Wirtschaftlichkeit auf Basis von Wärme- und Strombedarf, KWK-Zuschlag und Eigenverbrauchsanteil.
