Arbeitspreis
Der verbrauchsabhängige Preisbestandteil eines Energietarifs, angegeben in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Er wird mit der tatsächlich verbrauchten Energiemenge multipliziert und ist neben dem Grundpreis der zweite Hauptbestandteil der Energierechnung. Der Arbeitspreis enthält alle verbrauchsanteiligen Kostenbestandteile wie Beschaffung, Netznutzung und Steuern.
Grundprinzipien
Der Arbeitspreis spiegelt die variablen Kosten der Energieversorgung wider: Beschaffungskosten an der Börse, verbrauchsabhängige Netzentgelte, <a href="https://enva.online/glossar/eeg-umlage/" title="<a href="https://enva.online/glossar/eeg-umlage/" title="EEG-Umlage“>EEG-Umlage„>EEG-Umlage (bis 2023), Stromsteuer und Mehrwertsteuer werden anteilig auf jede verbrauchte kWh umgelegt.
Anwendung in der Praxis
Beim Tarifvergleich ist der Arbeitspreis neben dem Grundpreis die zentrale Vergleichsgröße. Bei Haushaltskunden macht er typischerweise 60–70 % der Gesamtkosten aus. Bei Großkunden gibt es oft getrennte Arbeitspreise für Hoch-, Mittel- und Niedertarif (HT/NT) je nach Tageszeit.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Veränderungen im Arbeitspreis – etwa durch Börsenstrompreisschwankungen oder neue Abgaben – wirken sich direkt auf die Verbrauchskosten aus. Er ist das zentrale Preissignal für Effizienzmaßnahmen und Lastverschiebungen.
Einordnung im Prozess
Kernbestandteil der Angebotskalkulation und Jahresrechnung. Wir analysieren Ihren Arbeitspreis im Tarifvergleich und optimieren die Beschaffungsstrategie.
