Energieträger
Energieträger sind Stoffe oder physikalische Phänomene, die in andere Energieformen umgewandelt werden können. Primäre Energieträger (Kohle, Öl, Gas, Uran, Wind, Sonne) werden direkt aus der Natur gewonnen; sekundäre Energieträger (Strom, Fernwärme, Wasserstoff) entstehen durch Umwandlung. Sie sind Grundlage der Energieversorgungsstatistik.
Grundprinzipien
Energieträger unterscheiden sich in Energiedichte, CO₂-Emissionsfaktor, Verfügbarkeit und Transportierbarkeit. Die Bewertung erfolgt nach Heizwert (Hi, früher Hu) oder Brennwert (Hs, früher Ho). CO₂-Emissionsfaktoren (kgCO₂/kWh) sind Grundlage für Klimabilanzen.
Anwendung in der Praxis
Im Energiemanagement werden Emissionsfaktoren aller eingesetzten Energieträger benötigt, um den CO₂-Fußabdruck zu berechnen. Die Wahl des Energieträgers für Neubau oder Sanierung (Gas vs. Wärmepumpe vs. Fernwärme) ist eine der wichtigsten Klimaschutzentscheidungen.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Die Energiewende bedeutet Substitution fossiler Energieträger durch erneuerbare. Wasserstoff als sekundärer Energieträger hat das Potenzial, fossile Energieträger in schwer elektrifizierbaren Sektoren zu ersetzen.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Energieaudit, CO₂-Bilanzierung und Dekarbonisierungsstrategie
