Verschattung
Teilweise oder vollständige Abschattung von PV-Modulen durch Gebäude, Bäume, Schornsteine oder andere Objekte – verursacht überproportionale Ertragsverluste durch den String-Effekt (ein verschattetes Modul drosselt den gesamten String). Verschattungsanalyse ist unverzichtbarer Teil der PV-Planung.
Grundprinzipien
In einem String bestimmt das schwächste Glied (schattigstes Modul) den Strom des gesamten Strings. Verschattung von 10 % eines Moduls kann den Stringertrag um 50–70 % reduzieren. Bypass-Dioden im Modul begrenzen den Schaden auf die betroffene Zellgruppe.
Anwendung in der Praxis
Verschattungsanalyse mit Werkzeugen: PVsyst, SolarEdge Designer, Aurora Solar. 3D-Modellierung von Gebäude und Umgebung. Lösungen bei Verschattung: DC-Optimierer, Mikrowechselrichter, separate String-MPPT-Nutzung. Schatten durch Parabolantennen oft unterschätzt.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Verschattung ist einer der häufigsten Planungsfehler bei PV-Anlagen und kann Jahreserträge um 10–30 % reduzieren. Professionelle Planung mit Verschattungsanalyse ist wirtschaftlich zwingend notwendig.
Einordnung im Prozess
Bei der Planungsphase führen wir eine vollständige Verschattungssimulation durch und optimieren Modulanordnung und Wechselrichterwahl.
