Vehicle-to-Grid (V2G)
Vehicle-to-Grid (V2G) bezeichnet die bidirektionale Nutzung von Elektrofahrzeugbatterien als mobiler Energiespeicher, der Strom sowohl aus dem Netz laden als auch zurück ins Netz einspeisen kann. Elektrofahrzeuge werden zu dezentralen Flexibilitätsressourcen. V2G ist ein Schlüsselkonzept für die Integration von Millionen Elektrofahrzeugen ins Energiesystem.
Grundprinzipien
Bidirektionale Ladegeräte (AC oder DC) ermöglichen den Stromfluss in beide Richtungen. Das Fahrzeug wird zum virtuellen Kraftwerk, wenn es ans Netz angeschlossen ist. Netzbetreiber und Aggregatoren können die gespeicherte Energie für Regelleistung, Lastspitzenkappung oder Eigenverbrauchsoptimierung nutzen.
Anwendung in der Praxis
Ein Fuhrparkbetreiber mit 100 Elektrofahrzeugen nutzt V2G, um tagsüber PV-Strom zu speichern und abends Netzspitzen zu kappen. Privathaushalte können V2G für Eigenverbrauchsoptimierung mit eigener PV nutzen. Pilotprojekte laufen in Deutschland und Europa.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
V2G hat das Potenzial, Millionen von Elektrofahrzeugen zu einem gigantischen, verteilten Stromspeicher zu machen. Regulatorische Hemmnisse (Netzentgelte auf Rückspeisung, Smart-Meter-Pflicht) und Batteriedegradation durch häufige Zyklen sind noch zu lösen.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Fuhrparkmanagement, Ladeinfrastruktur und Eigenverbrauchsoptimierung
