Variabler Tarif
Energieliefervertrag mit einem Preis, der regelmäßig (monatlich, quartalsweise) an die Marktentwicklung angepasst werden kann. Kunden profitieren von fallenden Preisen, tragen aber auch das Risiko von Preissteigerungen. Variable Tarife sind meist ohne Mindestlaufzeit mit kurzen Kündigungsfristen ausgestaltet.
Grundprinzipien
Preisanpassungen im variablen Tarif müssen auf Basis objektiver, veröffentlichter Indizes (z. B. Börsenpreis EEX, Gas-NCG) erfolgen oder transparent begründet werden. Der Lieferant gibt Marktpreisschwankungen direkt weiter. Kunden können jederzeit in einen anderen Tarif wechseln.
Anwendung in der Praxis
Dynamische Tarife für Haushaltskunden (ab 2025 gemäß EnWG Pflicht für Anbieter mit > 100.000 Kunden) koppeln den Preis an den stündlichen Börsenstrompreis. Kunden mit Heimspeicher oder Wärmepumpe können von günstigen Nachtstunden profitieren.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Variable Tarife übertragen Preissignale vom Großhandel an den Endkunden und schaffen Anreize für bedarfsgerechten Verbrauch (Demand Response). Sie sind ein Kernbaustein der smarten Energiewirtschaft.
Einordnung im Prozess
Wir bewerten, ob ein variabler oder fester Tarif für das individuelle Verbrauchs- und Risikoprofil des Kunden optimal ist.
