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V

Versorgungszuverlässigkeit

Versorgungszuverlässigkeit bezeichnet die Fähigkeit eines Energieversorgungssystems, Kunden kontinuierlich und qualitätsgerecht mit Energie zu versorgen. Sie wird durch Kennzahlen wie SAIDI (System Average Interruption Duration Index) und SAIFI (System Average Interruption Frequency Index) gemessen. Deutschland hat eine der höchsten Versorgungszuverlässigkeiten weltweit.

Grundprinzipien

SAIDI gibt die durchschnittliche Unterbrechungsdauer je Netznutzer und Jahr an (Deutschland: ca. 12–15 min/Jahr). SAIFI gibt die durchschnittliche Unterbrechungshäufigkeit an. Netzbetreiber werden über Qualitätsregulierung (Anreizregulierung) incentiviert, die Versorgungsqualität zu verbessern.

Anwendung in der Praxis

Unternehmen mit hohen Ausfallkosten (z. B. Rechenzentren, Kliniken) analysieren die Versorgungszuverlässigkeit ihres Netzanschlusspunkts und ergänzen sie durch USV-Systeme und Netzersatzanlagen. Netzbetreiber berichten jährlich über SAIDI/SAIFI an die BNetzA.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Versorgungszuverlässigkeit ist Kernkennzahl der Energieversorgungssicherheit. Mit der Integration dezentraler Erneuerbarer und steigender Netzbelastung durch E-Mobilität und Wärmepumpen entstehen neue Herausforderungen.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Standortbewertung, Betriebskontinuität und Netzanschlussplanung

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