Power-to-Heat
Direkte Umwandlung von (überschüssigem) Strom in Wärme – durch Elektroheizstäbe (Direct Electric Heating), Großwärmepumpen oder industrielle Elektroöfen. Power-to-Heat ist die einfachste und günstigste Form der Sektorkopplung und eignet sich besonders für Fernwärmenetze und Industrieprozesse.
Grundprinzipien
Elektrische Widerstands-Heizstäbe wandeln Strom mit 100 % Wirkungsgrad in Wärme um. Großwärmepumpen erreichen COP > 3 (300 % Wirkungsgrad). Power-to-Heat ist wirtschaftlich, wenn Strompreise niedrig sind (Überschussstrom, negative Preise).
Anwendung in der Praxis
Fernwärmekraftwerke mit Power-to-Heat-Anlage: bei negativen Strompreisen schaltet sich Heizstab automatisch ein → günstige Wärme + Preis-Arbitrage. Industriebeispiel: Prozesswärme-Erzeugung per Elektrode-Kesselanlage statt Gaskessel. Wärmespeicher (Wasser, Feststoff) als Puffer.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Power-to-Heat ist die wichtigste kurzfristige Flexibilitätsoption im Wärmesektor. Es absorbiert EE-Überschüsse, senkt Abregelungsmengen und dekarbonisiert die Wärmeversorgung.
Einordnung im Prozess
Wir berechnen Power-to-Heat-Wirtschaftlichkeit auf Basis von Spotmarktpreisen, Wärmebedarf und Speicherkapazität.
