Power-to-Gas
Umwandlung von (überschüssigem) Strom in gasförmige Energieträger – Wasserstoff (H₂) durch Elektrolyse oder synthetisches Methan (e-Gas) durch Methanisierung von H₂ und CO₂. Power-to-Gas ermöglicht die saisonale Speicherung großer Energiemengen und die Nutzung der bestehenden Gasinfrastruktur für Ökostrom.
Grundprinzipien
Elektrolyse: H₂O + elektrische Energie → H₂ + O₂. Methanisierung (Sabatier-Prozess): CO₂ + 4 H₂ → CH₄ + 2 H₂O. Gesamtwirkungsgrad: Strom→H₂: ~70 %; Strom→Methan: ~55 %. H₂ kann direkt genutzt oder ins Gasnetz eingespeist werden (Beimischung).
Anwendung in der Praxis
Anwendungsfälle: saisonale Energiespeicherung, Industriewasserstoff (Stahl, Chemie), Brennstoffzellen-BHKW, H₂-Mobilität. Kosten (2024): ca. 4–7 €/kg H₂ (je nach Strompreis). Break-Even gegenüber fossilen Alternativen noch nicht erreicht; erwartet bei < 3 €/kg.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Power-to-Gas ist eine Schlüsseltechnologie für die langfristige Dekarbonisierung der Industrie und des Wärmemarkts. In der Ramp-up-Phase sind hohe Strom- und Investitionskosten noch Hürden.
Einordnung im Prozess
Wir analysieren Power-to-Gas-Wirtschaftlichkeit für Ihren Strombezugspreis, Abnahmeprofil und regionalen Wasserstoffmarkt.
