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Entry-Exit-System

Das Entry-Exit-System ist das regulatorische Modell für den Gasnetzzugang, das Einspeisepunkte (Entry) und Ausspeisepunkte (Exit) voneinander entkoppelt. Statt eines physischen Transportpfads buchen Händler separate Kapazitäten an Ein- und Ausspeisepunkten. Es ermöglicht freien Gasfernhandel ohne netzpfadbezogene Buchung.

Grundprinzipien

Gasanbieter buchen Entry-Kapazität (z. B. an einem <a href="https://enva.online/glossar/lng-terminal/" title="LNG-Terminal“>LNG-Terminal oder Grenzübergangspunkt) und Exit-Kapazität (z. B. an einer Industriekundenstelle). Das Netz fungiert als ‚virtuelle Pipeline‘ zwischen allen Entry- und Exit-Punkten. Der Marktgebietsverantwortliche übernimmt den physischen Ausgleich.

Anwendung in der Praxis

Lieferanten buchen Exit-Kapazität für ihre Kunden beim jeweiligen Verteilernetzbetreiber. Händler, die Gas einspeisen wollen (z. B. aus Biogasanlagen), buchen Entry-Kapazität. Die Buchung erfolgt auf der PRISMA-Plattform (europäische Gaskapazitätsauktion).

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Das Entry-Exit-System ist die regulatorische Grundlage des europäischen Gasbinnenmarkts (EU-Gasverordnung 715/2009). Es erhöht Wettbewerb und Liquidität, indem es den Gaseinkauf von der physischen Transportkapazität trennt.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Gaslieferverträgen, Netzanmeldung und Marktkommunikation Gas

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