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Fahrplanabweichung

Eine Fahrplanabweichung ist die Differenz zwischen dem nominierten Fahrplan und der tatsächlich gemessenen Einspeisung oder Entnahme in einer Viertelstunde. Sie entsteht durch Prognoseungenauigkeiten, technische Störungen oder kurzfristige Verbrauchsänderungen. Fahrplanabweichungen sind die Grundlage für die Berechnung von Ausgleichsenergiekosten.

Grundprinzipien

Positiv: mehr tatsächliche Einspeisung als nominiert. Negativ: weniger als nominiert. Beide Richtungen können Kosten verursachen, je nach Systemrichtung und AEP-Satz. Systempositiver AEP belastet negative Abweichungen teurer; systemnegativer AEP entgütet positive schlechter als Markt.

Anwendung in der Praxis

Windkraftanlagen haben strukturell höhere Fahrplanabweichungen als steuerbare Anlagen. Direktvermarkter arbeiten mit kurzfristigen Wetterprognosen und Intraday-Optimierung, um Abweichungen zu minimieren. Historische Abweichungsanalysen zeigen Optimierungspotenziale.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Fahrplanabweichungen sind direkter Kostenhebel im Energiehandel. Professionelles Management durch präzise Prognosen und Intraday-Optimierung ist Wettbewerbsvorteil für Händler und Direktvermarkter.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Bilanzkreisführung, Direktvermarktung und Ausgleichsenergieoptimierung

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