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Flüssiggas (LPG)

Verflüssigtes Petroleumgas (Liquefied Petroleum Gas): Gemisch aus Propan und Butan, das bereits bei moderatem Druck (ca. 2–8 bar) flüssig wird und in Flaschen oder Tanks gelagert werden kann. LPG wird in Gebieten ohne Gasnetzanschluss als Heizbrennstoff eingesetzt. Es hat einen höheren Heizwert als Erdgas und wird in l oder kg abgerechnet.

Grundprinzipien

Propan (C3H8) und Butan (C4H10) sind kurzkettige Kohlenwasserstoffe, die sich leicht verflüssigen lassen. Im Gegensatz zu Erdgas (Netzinfrastruktur nötig) kann LPG dezentral in Haustanks gelagert werden. Brennwert von Propan: ~25,9 kWh/kg (vs. Erdgas ~10 kWh/m³).

Anwendung in der Praxis

Typisch für ländliche Bereiche ohne Gasnetzzugang, als Camping-/Freizeitgas und als Kraftstoff (Autogas). LPG-Heizungen funktionieren ähnlich wie Erdgasheizungen; der Umstieg erfordert nur Düsenanpassungen. Tanklieferung erfolgt durch Fahrtenservice des Lieferanten.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

LPG versorgt ca. 400.000 Haushalte in Deutschland ohne Gasnetzanschluss. Mit der Wärmewende verliert es an Bedeutung; Wärmepumpen sind in Bestandsgebäuden eine zunehmende Alternative.

Einordnung im Prozess

Bei der Energieberatung für LPG-Kunden bewerten wir Alternativen (Wärmepumpe, Pellet, Nah-/Fernwärme) und berechnen Wirtschaftlichkeit und Förderfähigkeit.

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