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I

Intraday-Optimierung

Intraday-Optimierung bezeichnet die kontinuierliche Anpassung von Handelspositionen und Fahrplänen im laufenden Liefertag, um Fahrplanabweichungen zu minimieren und günstige Preissituationen am Intraday-Markt zu nutzen. Sie erfolgt auf Basis aktualisierter Prognosen für Verbrauch und erneuerbare Erzeugung. Algorithmen und automatisierte Handelsplattformen spielen eine zunehmende Rolle.

Grundprinzipien

Am Intraday-Markt können Kontrakte für einzelne Stunden oder Viertelstunden bis kurz vor Lieferbeginn (15 Minuten vorher) gehandelt werden. Preise schwanken stark je nach aktueller Angebots-/Nachfragesituation. Intraday-Optimierung kombiniert kurzfristige Wetterprognosen, Verbrauchsmuster und Preissignale.

Anwendung in der Praxis

Ein Direktvermarkter aktualisiert stündlich seine Erzeugungsprognose für eine Windanlage. Bei positiver Revision kauft er Intraday-Produkte zurück, bei negativer Revision kauft er nach. Algorithmen reagieren innerhalb von Sekunden auf Preissignale.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Intraday-Optimierung ist Standard im professionellen Energiehandel und zunehmend auch für Stadtwerke relevant. Mit steigendem Anteil fluktuierender Erneuerbarer gewinnt die Intraday-Flexibilität weiter an Bedeutung.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Direktvermarktung, Bilanzkreisführung und Portfoliooptimierung

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