Imbalance Settlement
Imbalance Settlement bezeichnet den finanziellen Ausgleichsprozess, bei dem Bilanzabweichungen zwischen Händlern und dem Bilanzkreiskoordinator monetär abgerechnet werden. Der Ausgleich erfolgt auf Basis des Ausgleichsenergiepreises (AEP) für die relevanten Viertelstunden. Er ist der finale Schritt der Bilanzkreisabrechnung.
Grundprinzipien
Nach Messdatenverarbeitung berechnet der ÜNB die viertelstündlichen Abweichungen je Bilanzkreis. Positive Abweichungen (Überspeisung) werden gutgeschrieben, negative Abweichungen (Unterdeckung) belastet – zu unterschiedlichen AEP-Sätzen. Das Settlement erfolgt typischerweise mit mehrwöchiger Verzögerung.
Anwendung in der Praxis
Stadtwerke und Händler erhalten monatlich Abrechnungen für ihre Imbalance-Settlements. Hohe negative Abweichungen in Hochpreisphasen können erhebliche Nachzahlungen auslösen. Professionelle Monitoring-Systeme ermöglichen tagesaktuelle Schätzung der Settlement-Kosten.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Imbalance Settlement ist finanzieller Anreizmechanismus für präzises Bilanzkreismanagement. Transparente Settlement-Regeln sind Voraussetzung für liquide Energiemärkte.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Bilanzkreisabrechnung, Finanzcontrolling und Energiekostenmanagement
