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E

Erdgas

Fossiler Energieträger in gasförmigem Aggregatzustand, der überwiegend aus Methan (CH₄, ca. 85–98 %) sowie kleineren Anteilen Ethan, Propan und anderen Kohlenwasserstoffen besteht. Erdgas ist der wichtigste fossile Brennstoff für Heizung, Industrie und Stromerzeugung in Deutschland. Es wird über das weitverzweigte Gasnetz oder als LNG/CNG transportiert.

Grundprinzipien

Erdgas entsteht durch millionenjährige thermische Zersetzung organischen Materials im Erdinneren. Es wird über Förderanlagen aus Lagerstätten gewonnen und über Fernleitungsnetze (Hochdruck) und Verteilnetze (Niederdruck) zu den Verbrauchern transportiert. Verbrennung von 1 m³ Erdgas H liefert ca. 10 kWh Wärme.

Anwendung in der Praxis

In Deutschland werden ca. 50 % des Wärmebedarfs in Wohngebäuden durch Erdgas gedeckt. In der Industrie ist Erdgas unverzichtbar für Hochtemperaturprozesse. Der Gaspreis wird in ct/kWh abgerechnet, das Messvolumen in m³ über Brennwert und Zustandszahl umgerechnet.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Erdgas ist trotz Dekarbonisierungsdruck kurzfristig unverzichtbar. Die Abhängigkeit von Importen (Russland, Norwegen, Niederlande) hat seit 2022 zu massiven Preisanstiegen und Versorgungssicherheitsdiskussionen geführt.

Einordnung im Prozess

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