Energielieferant
Unternehmen, das Strom oder Gas an Endkunden (Haushalte, Gewerbe, Industrie) verkauft, ohne notwendigerweise selbst Energie zu erzeugen oder ein Netz zu betreiben. Energielieferanten beschaffen Energie an der Börse oder durch bilaterale Verträge und stellen sie ihren Kunden über das Netz des Netzbetreibers zur Verfügung. Es gibt über 1.000 Stromlieferanten in Deutschland.
Grundprinzipien
Energielieferanten kaufen Energie am Großhandelsmarkt (EEX, OTC) und verkaufen sie mit Aufschlag (Marge, Netzentgelte, Umlagen, Steuern) an Endkunden. Sie benötigen eine Zulassung als Bilanzkreisverantwortlicher beim ÜNB und müssen Preise und AGB veröffentlichen.
Anwendung in der Praxis
Im Haushaltssegment: klassische EVU-Tarife, Online-Direktversorger, Ökostromversorger. Im Gewerbesegment: Ausschreibungen, Festpreisverträge, Portfoliomanagement. Im Industriesegment: strukturierte Beschaffung, Mehrjahresverträge, Strom- und Gasbörsenanbindung.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Die Vielzahl der Energielieferanten ist ein Indikator für funktionierenden Wettbewerb. Lieferantenwechsel ist das wichtigste Instrument der Kunden zur Kostenoptimierung.
Einordnung im Prozess
Wir führen strukturierte Lieferantenausschreibungen durch und verhandeln die besten Konditionen für Kunden in allen Marktsegmenten.
