Energieintensität
Die Energieintensität misst den Energieverbrauch je Einheit wirtschaftlicher Leistung – typischerweise in kWh/€ Umsatz oder kWh/Produktionseinheit. Sie ist ein zentraler Indikator für die Energieeffizienz eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft. Eine sinkende Energieintensität signalisiert Effizienzgewinne oder Strukturwandel.
Grundprinzipien
Energieintensität = Energieverbrauch / wirtschaftliche Kennzahl (Umsatz, BIP, Produktionsmenge). Sektorale Unterschiede sind erheblich: energieintensive Industrien wie Aluminium oder Chemie haben deutlich höhere Werte als Dienstleistungsunternehmen. Zeitreihenvergleiche zeigen Effizienzentwicklungen.
Anwendung in der Praxis
Im Energiemanagementsystem nach ISO 50001 ist die Energieintensität eine Kern-EnPI (Energy Performance Indicator). Benchmarks innerhalb einer Branche ermöglichen die Einordnung und Identifizierung von Einsparpotenzialen. Förderprogramme wie BAFA-Energie-Audit setzen Energieintensität als Schwellwert ein.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Energieintensität ist politische Messgröße für Klimaziele und Pflichtgröße in Energieberichten (z. B. nach EDL-G). Steigende Energiepreise erhöhen den Druck auf energieintensive Branchen, die Intensität durch Effizienzmaßnahmen zu senken.
Einordnung im Prozess
Relevant bei Energieaudit, ISO-50001-Einführung und Nachhaltigkeitsberichterstattung
