Eigenverbrauchsquote
Anteil des selbst erzeugten Stroms, der direkt vor Ort verbraucht (oder im Speicher zwischengespeichert und verbraucht) wird – also nicht ins Netz eingespeist. Eine hohe Eigenverbrauchsquote ist wirtschaftlich vorteilhaft, da Eigenverbrauch wertvoller ist als Einspeisung. Sie hängt vom zeitlichen Match zwischen Erzeugung und Verbrauch ab.
Grundprinzipien
Eigenverbrauchsquote = Eigenverbrauchte Eigenproduktion / Gesamtproduktion. Ohne Speicher: 20–40 % (Verbrauch läuft nicht synchron mit PV-Erzeugung). Mit Speicher: 60–90 %. Maximiert durch Lastverschiebung (Waschmaschine tagsüber, E-Auto-Ladung bei Sonnenschein).
Anwendung in der Praxis
Gewerbebetriebe mit Tagsbetrieb (Büros, Supermärkte) haben natürlich hohe Eigenverbrauchsquoten (50–80 %). Haushalte profitieren besonders von Batteriespeichern. Für Gewerbebetriebe: Integration der PV in Energiemanagementsystem für Lastoptimierung.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Eigenverbrauch spart Stromeinkaufskosten (30–40 ct/kWh) und ist deutlich wertvoller als Einspeisung (7–13 ct/kWh). Eigenverbrauchsmaximierung ist der wirtschaftliche Kernhebel bei PV-Investitionen.
Einordnung im Prozess
Wir analysieren Verbrauchsprofile und PV-Ertragsprofile und empfehlen Maßnahmen zur Eigenverbrauchssteigerung.
