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Spitzenlastkessel

Ein Spitzenlastkessel ist eine schnell regelbare Wärme- oder Dampferzeugungsanlage, die ausschließlich bei hoher Nachfrage oder Ausfall der Grundlastwärmeerzeugung zugeschaltet wird. Typischerweise werden Gas- oder Ölkessel eingesetzt. Sie haben hohe Betriebskosten, aber geringe Investitionskosten, da sie wenige Volllaststunden haben.

Grundprinzipien

In Fernwärmesystemen bilden Grundlast-KWK-Anlagen und Spitzenlastkessel eine wirtschaftliche Kombination. Die KWK-Anlage läuft möglichst viele Stunden (Grundlast), der Spitzenlastkessel nur bei Spitzenbedarfszeiten (Winterkälteperioden, Ausfall). Niedrige Kapitalkosten rechtfertigen höhere variable Kosten.

Anwendung in der Praxis

Fernwärmeversorger dimensionieren Spitzenlastkessel so, dass sie den maximalen Wärmebedarf (Normaußentemperatur) abdecken können. Im Sommer laufen sie typischerweise nicht. Wärmepumpen können Spitzenlastkessel zunehmend ersetzen und gleichzeitig Strom flexibel verbrauchen.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Spitzenlastkessel sichern Versorgungszuverlässigkeit in Fernwärmesystemen zu akzeptablen Kosten. Ihr Einsatz ist fossil und muss im Zuge der Wärmewende schrittweise durch Wärmepumpen, Geothermie oder Power-to-Heat ersetzt werden.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Fernwärmeplanung, KWK-Betrieb und Dekarbonisierungsstrategien

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