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Dunkelflaute

Dunkelflaute bezeichnet eine meteorologische Situation, in der gleichzeitig wenig Wind weht und kaum Sonnenstrahlung vorhanden ist – typischerweise im Winterhalbjahr. In diesen Perioden ist die EE-Einspeisung minimal, während der Energiebedarf hoch ist. Die Dunkelflaute ist die größte Herausforderung für eine vollständig erneuerbar gestützte Versorgungssicherheit.

Grundprinzipien

Typische Dunkelflauten dauern mehrere Tage bis Wochen. In dieser Zeit müssen steuerbare Kraftwerke, Speicher, Netzimporte oder Demand Response die Versorgung sicherstellen. Langzeitspeicher (z. B. Wasserstoff, saisonale Speicher) sind die technologische Antwort auf Dunkelflauten.

Anwendung in der Praxis

Für Portfoliomanager erfordern Dunkelflauten ausreichend beschaffte Terminpositionen oder Speicherreserven. Systemanalysen für hohe EE-Anteile (80 %+ bis 2050) zeigen, dass Dunkelflauten erhebliche Investitionen in Backup-Kapazitäten und Langzeitspeicher erfordern.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Die Dunkelflaute ist zentrales Argument für steuerbare Kapazitäten (Kapazitätsmarkt-Debatte) und treibt Investitionen in Power-to-Gas, Wasserstoffspeicher und Pumpspeicher. Sie zeigt die Grenzen rein meteorologisch getriebener Erzeugung.

Einordnung im Prozess

Relevant bei Beschaffungsplanung, Speicher-Investments und Versorgungssicherheitsanalyse

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