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Sektorkopplung

Verknüpfung der Energiesektoren Strom, Wärme und Mobilität durch den Einsatz von erneuerbarem Strom zur Dekarbonisierung bisher fossilabhängiger Bereiche. Sektorkopplung nutzt überschüssigen Ökostrom für Wärmepumpen (Power-to-Heat), Elektrolyse (Power-to-Gas) und Elektromobilität. Sie ist zentrales Konzept der Energiewende.

Grundprinzipien

Erneuerbare Stromerzeugung hat zeitliche Überschüsse (Sommer, Windig). Diese können durch Sektorkopplung als Wärme (Wärmepumpe), Gas (Wasserstoff, Methan) oder Mobilität (E-Auto) genutzt und gespeichert werden. Dies erhöht Flexibilitätspotenziale und verbessert die Systemeffizienz.

Anwendung in der Praxis

Beispiele: Wärmepumpe koppelt Strom- und Wärmesektor; Elektrolyse koppelt Strom und Gassektor; Ladeinfrastruktur koppelt Strom und Verkehr. Potenzial in Deutschland: bis zu 50 GW zusätzliche flexible Last durch Sektorkopplung bis 2030.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Sektorkopplung ist der entscheidende Hebel zur Dekarbonisierung der Schwer-Sektoren Wärme, Industrie und Verkehr. Ohne Sektorkopplung ist Klimaneutralität bis 2045 nicht erreichbar.

Einordnung im Prozess

Wir analysieren Strom-, Wärme- und Mobilitätsbedarfe und entwickeln einen integrierten Sektorkopplungsplan.

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