Demand Response
Anpassung des Energieverbrauchs als Reaktion auf Preis- oder Netzsignale – Verbraucher werden zu aktiven Marktteilnehmern. Demand Response (DR) ermöglicht es Kunden, bei hohen Preisen oder Netzengpässen ihren Verbrauch zu senken und dafür Vergütungen zu erhalten. Es ist ein zentrales Element des Smart Grid.
Grundprinzipien
DR unterscheidet implizite (reaktive auf Preissignale: dynamische Tarife) und explizite Programme (direkte Steuerung durch Netzbetreiber gegen Vergütung). Aggregatoren bündeln kleine DR-Potenziale zu handelsfähigen Portfolios. Ab 2025: DR-Tarife für Haushalte in Deutschland Pflicht (§ 41a EnWG n.F.).
Anwendung in der Praxis
DR-Beispiel: Wärmepumpe lädt nachts bei niedrigem Börsenpreis thermisch; Gewerbekälte schaltet kurz ab bei teurem Strom. Industrieller DR: abschaltbare Lasten nach AbLaV. Aggregatoren (z. B. Enernoc, Next Kraftwerke) bündeln und vermarkten DR-Kapazitäten am Regelenergiemarkt.
Energiewirtschaftliche Bedeutung
Demand Response ist der günstigste Flexibilitätsbaustein der Energiewende – vorhandene Lasten werden umgenutzt statt neue Kraftwerke zu bauen. Europäisches Potenzial: > 100 GW flexibler Last.
Einordnung im Prozess
Wir identifizieren DR-fähige Lasten, quantifizieren ihr Potenzial und begleiten die Einbindung in Aggregator-Programme.
