Glossar › U › U-Wert
U

U-Wert

Wärmedurchgangskoeffizient: Kennwert für den Wärmeverlust pro Flächeneinheit und Temperaturunterschied eines Bauteils, angegeben in W/(m²·K). Niedrigerer U-Wert = bessere Dämmwirkung. Zentraler Parameter für Gebäudedämmplanung, Energieausweis-Berechnung und GEG-Anforderungen.

Grundprinzipien

U-Wert = 1 / (Summe der Wärmewiderstände). Widerstand = Schichtdicke / Wärmeleitfähigkeit (λ-Wert). Gute Dämmung (λ = 0,035 W/mK), 20 cm dick: R = 0,57 m²K/W. GEG-Anforderungen: Außenwand U ≤ 0,24 W/m²K (Neubau), Fenster U ≤ 1,3 W/m²K.

Anwendung in der Praxis

Typische U-Werte: ungedämmte Bestandsaußenwand 1,5–2,5 W/m²K; gut gedämmte Wand 0,15–0,25 W/m²K; Passivhaus-Fenster 0,7–0,8 W/m²K. Bei der Sanierungsplanung: U-Wert-Berechnung für jedes Bauteil und Wirtschaftlichkeitsbewertung der Dämmmaßnahmen.

Energiewirtschaftliche Bedeutung

Der U-Wert ist die zentrale Kennzahl der Gebäudedämmung und bestimmt maßgeblich den Heizenergiebedarf. Schlechte U-Werte im Bestand sind einer der größten Hebel für Energieeinsparungen im Gebäudesektor.

Einordnung im Prozess

Wir berechnen U-Werte aller Bauteilaufbauten und identifizieren wirtschaftliche Dämmmaßnahmen mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis.

← Zum Glossar